33. Spieltag 2008 / 2009 Sonntag, 17.05.2009

2. Bundesliga

FC Hansa Rostock - 1. FC Nürnberg

0:0

FC HANSA ROSTOCK:

Hahnel;

Schöneberg, Bülow, Orestes, Oczipka;

Retov, Svärd;

Schindler, Fillinger;

Kern, Bartels

Trainer: Andreas Zachhuber

Wechsel: Kroos für Schindler (61.),

Lisztes für Bartels (82.)

-

Karten: ---

Tore: ---

1. FC NÜRNBERG:

Schäfer;

Diekmeier, Reinartz, Pinola, Bieler;

Mnari;

Kluge, Mintal, Gygax;

Boakye, Eigler

Trainer: Michael Oenning

Wechsel: Vidosic für Eigler (46.),

Bunjaku für Boakye (81.),

Judt für Kluge (90.)

Karten: ---

Tore: ---

-

Schiedsrichter: Thorsten Kinhöfer (Herne)

Linienrichter: Christian Schräer, Dominik Nowak

Zuschauer: 27.000

Besondere Vorkommnisse: Keine

Spielbericht von www.kicker.de

Nürnberg sichert Rang drei

In der ersten Hälfte vergab der 1. FC Nürnberg zu viele Chancen, im zweiten Durchgang war der FC Hansa überlegen. So steht unter dem Strich ein gerechtes Remis. Der 1. FC Nürnberg hat nach der Fürther Niederlage den dritten Platz sicher. Rostock muss weiter um den Klassenerhalt zittern.

Für Spannung war vor der Partie zwischen den beiden Bundesliga-Absteigern in Rostock gesorgt. Der FC Hansa benötigte jeden Zähler für den Klassenerhalt, der Club spielte um den direkten Wiederaufstieg.

Die Rostocker verpassten am Dienstag gegen Augsburg trotz einer 3:1-Führung den Sieg und mussten sich mit einem 3:3 Remis begnügen. Dennoch vertraute Trainer Andreas Zachhuber exakt der selben Elf. Auch Club-Coach Michael Oenning setzte auf die Spieler, die am Mittwoch 2:0 gegen Osnabrück gewannen.

Von Beginn an suchten beide Teams die Offensive und kamen auch zu viel versprechenden Chancen. Rostock war vor allem dann gefährlich, wenn man schnell in die Spitze spielte. Nach einem Steilpass musste Schäfer Kopf und Kragen riskieren, um mit dem Kopf vor Bartels zu klären (5.). Auf der Gegenseite musste Hahnel mehrfach für den FC Hansa retten.

Nach einer Ecke von Kluge scheiterte Reinartz am Keeper (6.). Sein ganzes Können musste Hahnel bei einem Schuss von Kluge aufbieten (24.). Da auch Eigler seine Tormöglichkeiten vergab (23., 40.), ging der FCN trotz überlegenem Spiels mit einem torlosen Remis in die Pause.

Nach dem Wechsel brachte Oenning mit Vidosic für Eigler eine frische Offensivkraft. Doch das Spiel bestimmte der FC Hansa. Rostock wurde immer stärker und verpasste die Führung nur haarscharf. Nach einer Ecke verlängerte Bülow auf Bartels, der aus drei Metern Entfernung nur die Latte traf (62.).

Bis zur dramatischen Schlussphase hatte der FC Hansa zwar mehr vom Spiel, doch Tormöglichkeiten sprangen dabei nicht heraus.

In den letzten Sekunden hatten beide Teams noch die Möglichkeit zur Entscheidung. Erst scheiterte Diekmeier an Hahnel (88.), dann vergab auf der Gegenseite Fillinger nur um Zentimeter (89.).

Rostock gastiert am letzten Spieltag am Sonntag bei Wehen Wiesbaden. Der 1. FC Nürnberg empfängt zeitgleich 1860 München.

© www.kicker.de (Olympia-Verlag)

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Spielbericht von www.FCN.de

Keine Tore an der Ostsee

Club 0:0 in Rostock. 1.500 Fans dabei. Relegationsplatz sicher.

Am Sonntag, 24.05.09, hieß es für alle Club-Fans wieder einmal: Spannung pur und Krimi-Zeit, diesmal in Rostock, sage und schreibe 633 Kilometer entfernt von Nürnberg. 1.500 Fans hatten sich in 18 Bussen und 10 Kleinbussen auf den Weg nach "Meckpom" gemacht, um ihren Club zu unterstützen. Auch in den Nürnberger Straßen soll es am Sonntagnachmittag ungewöhnlich ruhig gewesen sein...

So temporeich und intensiv wie die letzten Spiele aufgehört hatten, begann der 33. Spieltag in der ausverkauften DKB-Arena in Rostock. Bei echtem Ostseewetter – Sonne und einer leichten Brise – gab es am Ende ein torloses Unentschieden. Im Aufstiegsrennen geht es nun zwischen Mainz und Nürnberg um den zweiten Platz. Mit dem Punkt aus Rostock sicherte sich der Club den Relegationsplatz und kann mit etwas Glück am Sonntag bei einer Mainzer Niederlage sogar noch auf dem zweiten Rang landen.

Die beste Abwehr der Liga wieder mit weißer Weste

In Rostock konnten sich zunächst die Torhüter beider Teams auszeichnen. Schäfer rettete in der 4. Minute bei einem Konter von Finn Bartels spektakulär per Flugkopfball; nur zwei Minuten später kam Jörg Hahnel mit der Fingerspitze gerade noch an den Kopfball von Cluberer Stefan Reinartz.

Ein Blick auf die Taktik: Geduldig machte sich die Elf von Trainer Michael Oenning an die Arbeit, mit Pressing bereits am Mittelfeld. Die beste Abwehr der 2. Liga stand sicher und ließ in der ersten Halbzeit kaum eine Chance zu. Fand der Ball einmal den Weg durch die Reihen, pflückte sich Keeper Raphael Schäfer das Leder (12./14.).

Erste Halbzeit geht an den Club

Auch Offensiv gab es für den Club einige Möglichkeiten zu verzeichnen (15./18./19.), trotz der tief stehenden Rostocker Defensive. Die erste Riesenchance hatte Christian Eigler in der 23. Minute, als Daniel Gygax vorbildlich in die Gasse gepasst hatte. Verteidiger Schöneberg war in der letzten Sekunde noch dazwischen. Nur drei Minuten später war es Kluge, der den Rostocker Keeper Hahnel mit einem Schuss aus dem Strafraum testete (26.). In der 40. Minute scheiterte Christian Eigler mit einem Volley-Schuss ebenfalls an Hahnel.

Unter dem Strich ging die erste Halbzeit damit klar an den 1. FCN. Personell gab es eine Veränderung nach dem Pausentee. Dario Vidosic kam für Eigler. Insgesamt übrigens ein sehr faires Spiel – obwohl es für den Club um den Aufstieg und bei der Hansa gegen den Abstieg ging. Schiedsrichter Kinhöfer ließ die Karten in der Tasche.

Dramatik pur in der Schlussphase

Zurück aufs Spielfeld: In der zweiten Halbzeit bekam die Hansa Oberwasser. Nach einigen zarten Versuchen auf beiden Seiten stockte in der 61. Minute den Club-Fans der Atem. Nach einer Ecke köpfte der nur 1,76m große Finn Bartels den Ball an die Latte: Die größte Rostocker Chance bis dato. Nur drei Minuten später rettete Javier Pinola erneut gegen Bartels. In der 67. Minute warf sich Peer Kluge in einen Freistoß.

Auch der Club wäre in der dramatischen Schlußphase noch fast zum Abschluss gekommen: In der 86. Minute scheiterte Dennis Diekmeier nach einem Kluge-Steilpass an Hahnel, in der 89. Minute rutschte Torphantom Mintal nur um Zentimeter am Tor vorbei. Wenige Momente später war es auch schon vorbei: Abpfiff und fragende Gesichter bei den Cluberern. Einen Augenblick später gab es auf der Anzeigetafel bereits die anderen Ergebnisse. Wichtig: Mainz gewann in Fürth.

Fernduell: Nürnberg - Mainz

Nun heißt es durchschnaufen und am Sonntag im bayerischen Derby gegen 1860 den Dreier einfahren. Mainz trifft gleichzeitig zu Hause auf Oberhausen. Bei einer Mainzer Niederlage ist sogar noch der zweite Platz drin. Eines ist für den Moment sicher: Der Relegationsplatz ist dem 1. FC Nürnberg nach der Fürther Heimniederlage nicht mehr zu nehmen.

© www.FCN.de

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