10. Spieltag 1998 / 1999 So., 01.11.1998

1. Bundesliga

Hertha BSC Berlin - 1. FC Nürnberg

3:0 (3:0)

HERTHA BSC BERLIN:

Kiraly, Schmidt, Rekdal, Herzog, Thom, Tretschok, Veit, Mandreko, Wosz, Preetz, Tchami

Trainer: Röber

Wechsel: 46. Covic für Herzog, 62. Hartmann für Mandreko,

76. Olic für Tchami

Karten: Gelb: Herzog, Veit

Tore: 1:0 Mandreko (9.), 2:0 Veit (17.), 3:0 Tchami (44.)

1. FC NÜRNBERG:

Hilfiker, Baumann, Grasser, Rahner, Störzenhofecker, Lösch, Richter, Bürger, Wiesinger, Kuka, Polunin

Trainer: Reimann

Wechsel: 52. Gerber für Polunin

-

Karten: Gelb: Kuka; Gelb-Rot: Bürger (35.)

Tore: ---

-

Schiedsrichter: Aust

Zuschauer: 31493

Besondere Vorkommnisse: Gelb-Rote Karte für Bürger (35.)

Spielbericht von www.kicker.de

Hertha BSC Berlin - 1. FC Nürnberg 3:0

Personal: Bei der Hertha rückte Mandreko nach auskurierter Fußprellung wieder in die Mannschaft, Hartmann mußte dafür auf die Bank. Neu im Angriff: Tschami, Thom rutschte stattdessen nach hinten auf die rechte Außenbahn, hier mußte Dardai weichen. Bei Nürnberg ersetzte Grasser den angeschlagenen Täuber, für den verletzten Ciric stand Polunin wieder in der Anfangsformation.

Taktik: Der Club versuchte es diesmal mit Kuka und Polunin in der Spitze, diese beiden sollten der etwas vorgezogene Wiesinger (über rechts) und Bürger (über links) unterstützen. Dahinter formierte der Club eine Viererkette, in die sich Wiesinger nach Ballverlust einordnen sollte. In der Abwehr nahmen Grasser und Rahner die Berliner Spitzen Preetz und Tschami in Manndeckung. Herthas Trainer Jürgen Röber hatte diesmal von Beginn an zwei Stürmer nominiert, dahinter wirbelte Wosz. Im Gegensatz zum Club deckte die Dreier- Abwehrkette Nürnbergs Spitzen Kuka und Polunin im Raum.

Spielverlauf: Als Nürnberg gleich nach drei Minuten die erste gute Möglichkeit durch Grasser hatte, schien der Club seine Serie couragierter Auswärtsspiele fortsetzen zu können. Doch nach Mandrekos Führungstreffer schienen Nürnberg Konzept und Konzentration wie weggeblasen. Erst Recht nach dem frühzeitigen Platzverweis für Bürger (35.). Hertha dominierte in den Zweikämpfen, diktierte das Spiel nach Belieben und bestrafte die Unachtsamkeiten in der Nürnberger Hintermannschaft (Wiesinger, Störzenhofecker, Rahner) gnadenlos. Club-Trainer Reimann, der mit nur noch zehn Mann Wiesinger und Polunin zunächst defensiver spielen ließ, den Ukrainer dann schließlich vom Platz holte, war bemüht, das Unheil in Grenzen zu halten.

Sein Kollege Röber nahm den angeschlagenen und gelbbelasteten Herzog zur Pause raus, brachte Covic auf rechts, Thom rückte auf halblinks und Veit in die Abwehrreihe. Im Gefühl des sicheren Sieges spulte die Hertha ihr Programm ansehnlich, aber ohne zu glänzen ab und kam gegen die dezimierten Nürnberger nur noch sporadisch zu Chancen.

Fazit: Ein völlig verdienter Sieg für Berlin (der fünfte Heimsieg in Folge und als einzige Bundesligamannschaft zu Hause ohne Punktverlust), das eine Halbzeit lang hochmotiviert und -konzentriert zu Werke ging, im zweiten Durchgang allerdings versäumte, gegen zehn Nürnberger etwas fürs Torverhältnis zu tun. Sixten Veit Stand nach der Pokalpleite gegen Tennis Borussia in der Kritik und betrieb beste Wiedergutmachung. Erzielte einen Treffer selbst, bereiteten einen weiteren vor und bewies in der zweiten Hälfte als Manndecker seine Vielseitigkeit.

Ralf Canal, Jürgen Nöldner, Michael Pfeifer

© www.kicker.de (Olympia-Verlag)

<<<9. Spieltag --- 11. Spieltag>>>

ZURÜCK zu Plazierungen 1998 / 1999

Startseite