5. Spieltag 1984 / 85 Sa., 08.09.1984

2. Bundesliga

SC Freiburg - 1. FC Nürnberg

0:1 (0:1)

SC FREIBURG:

Grüninger,

Menger, Rudolf, Zele,

Dämgen,

Kruppa, Schulz, ?, ?,

Pilepovic, Weber

Trainer: ?

Wechsel: Löffler für Rudolf (44.),

Stickroth für Weber (82.)

Karten: Gelb: Dämgen, Zele, Menger

Tore: ---

1. FC NÜRNBERG:

Kargus,

Horsmann, Brunner, Weyerich,

Grahammer (59.),

Güttler, Krella, Dorfner, Bittorf,

Nitsche, Eckstein

Trainer: Höher

Wechsel: Lottermann für Nitsche (46.),

Lieberwirth für Grahammer (59.)

Karten: Gelb: Bittorf, Grahammer, Krella

Tore: 0:1 Eckstein (22.)

-

Schiedsrichter: Neuner

Zuschauer: 5.000

Besondere Vorkommnisse: Keine

Spielbericht aus der CLUB-REVUE Nummer 10 vom Oktober 1984

Nach 31 Auswärts-Punktspielen endlich wieder ein Sieg!

Der Pokalsieg in Bielefeld verlieh dem 1. FCN viel Selbstvertrauen. Zitieren wir am besten gleich den Spielbericht, den Wolfgang Haala in der „Nürnberger Zeitung" aus Freiburg schrieb: „Horst Weyerich vollführte mit Rudi Kargus und Uli Bittorf Freudentänze! Sein Jubelschrei vorher war bis auf die hintersten Tribünenränge zu hören. Auch sonst hatten sich unmittelbar nach dem Abpfiff von Schiedsrichter Neuner an etlichen Stellen des Platzes im Freiburger Dreisam-Stadion kleine Nürnberger Spielertrauben gebildet. Und selbst der meist so coole Heinz Höher zeigte spontan Regung. Mit dem l : 0-Sieg beim SC Freiburg war am Samstag um 16.20 Uhr die bitterste Auswärtsniederlagen-Serie in der Geschichte des deutschen Profi-Fußballs für den 1. FC Nürnberg zu Ende gegangen. Genau 708 Tage und 31 Meisterschaftsspiele hatte sie gedauert, denn das letzte Erfolgserlebnis in einem Punktspiel durfte der Club am 1. Oktober 1982 bei Schalke 04 feiern."

Der Sieg in Bielefeld im Pokalspiel war der Grundstein zum Freiburger Sieg. Zitieren wir die „NZ" weiter: „Der Club begann ungemein konzentriert, war glänzend auf den Gegner eingestellt und setzte eine ganze Serie spielerischer Akzente. Er kämpfte die Freiburger vor der Pause nicht etwa in Grund und Boden. Nein, er spielte die Gastgeber regelrecht aus. Was war's nun, was die mitgereisten Fans 45 Minuten lang so begeisterte? Mit einem Wort könnte man sagen: die Spielfreude. Der Club ließ den Ball laufen, sorgte mit ständigen Positionswechseln für gehörige Verwirrung und präsentierte Doppelpässe am Fließband. Nichts war davon zu spüren, daß diese Spieler erst vor rund einem Vierteljahr aus allen Himmelsrichtungen zusammengeholt worden waren. Die Clubelf stellte sich vielmehr als Einheit vor, die auch von einer lange vermißten Tugend lebte: jeder spielt für die Mannschaft. Einen Vorwurf kann man dem 1. FCN aber nicht ersparen: er hätte aus seinen vielen Gelegenheiten vor der Pause mehr zählbares Kapital schlagen müssen." Soweit Wolfgang Haala in der „NZ".

Das einzige Tor des Tages fiel in der 22. Minute. Nach großartiger Vorarbeit von Hans Dorfner, der im Mittelfeld sehr stark spielte, erzielte Dieter Eckstein diesen Treffer, der dem Club endlich wieder in einem Punktspiel einen Auswärtssieg brachte.

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