33. Spieltag 1982 / 83 Sa., 28.05.1983

1. Bundesliga

VfL Bochum - 1. FC Nürnberg

6:0 (3:0)

VfL BOCHUM:

Zumdick,

Storck, Bast, Jakobs,

Lameck,

Knüwe, Woelk, Oswald, Pater,

Patzke, Schreier

Trainer: ?

Wechsel: Benatelli für Storck (79.)

Karten: ---

Tore: 1:0, 6:0 Pater (4., 88.), 2:0 Bast (15.), 3:0 Schreier (40.),

4:0 Jakobs (47.), 5:0 Knüwe (85.)

1. FC NÜRNBERG:

Kargus,

Täuber, Stocker, Brendel,

Weyerich,

Eder, Heidenreich, Schneider, Heck,

Hintermaier, Dreßel

Trainer: Klug

Wechsel: Brunner für Eder (40.)

Karten: Gelb: Brunner

Tore: ---

-

Schiedsrichter: Wiesel

Zuschauer: 6.000

Besondere Vorkommnisse: Schreier trifft Elfmeter (40.), Kargus hält Elfmeter von Patzke (89.)

Spielbericht aus der CLUB-REVUE Nummer 7 vom Juli 1983

Die höchste Club-Niederlage in einem Bundesligaspiel

Na sauber! Das war vielleicht ein dickes Ei, das die Club-Lizenzspieler da - viele Wochen nach Ostern - ihren Anhängern und ihrem Vorstand legten. Ein 0:6 in Bochum, die höchste Niederlage des 1. FCN in einem Bundesligaspiel, das kam einer Blamage gleich. Nahezu ohne Gegenwehr wirkte die Club-Mannschaft. Und hätte nicht Mannschaftskapitän Rudi Kargus einen wahren Weltmeistertag gezeigt und ein gutes Dutzend bester VfL-Chancen zunichte gemacht - wahrlich, der Club hätte gut und gerne zweistellig verlieren können.

So aber sorgte Kargus mit seinen Glanztaten noch dafür, daß die wahre Leistungs­schwäche der Mannschaft mit diesem 0:6 gar nicht deutlich wurde (falls dieses 0:6 nicht schon deutlich genug ist).

Betretene Gesichter der Club-Offiziellen während dieses Spieles in Bochum, denn nahezu kampflos ließ sich der Club vorführen. Und das eine Woche vor dem letzten Bundesligaspiel gegen FC Bayern München. Die richtige Werbung! Da können sich Präsident, Vorstände, Trainer, Manager und viele andere den Mund fransig reden, um die Zuschauer zum Kommen zu beschwören. Aber was nützt das alles, wenn dann auf dem Spielfeld - wie in Bochum geschehen - dann ein Großteil der Spieler all diese Beschwörungen und Beteuerungen wieder ad absurdum führen?

Die Pressekommentare nach Bochum fielen dementsprechend hart aus. Hier nur einige Überschriften: In der ,,Nürnberger Zeitung" stand ,,Lustlose Club-Elf mit 0:6 noch gut bedient" und „Am Ende wurde der Club lächerlich gemacht". Die „Nürnberger Nachrichten" schrieb: „Blamage vor Bayern-Gastspiel" und „Das Club-Tor stand unter Dauerbeschuß". Und in der „Abendzeitung" stand: „Kassier: Schäme mich für den Club" oder „Lustlosigkeit der Profis kostet den Verein Hunderttausende".

Klar, daß solche Spiele für den Club und seinen Fußballbetrieb keine große Werbung sind. Daß sich die Mannschaft aber über ihr schwaches Spiel in Bochum selbst am meisten ärgerte, darf man ihr abnehmen. Denn sie ging mit einer besonderen Einstellung eine Woche später in das letzte Heimspiel gegen Bayern. Mehr darüber auf den folgenden Seiten.

F. S.

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