11. Spieltag 1968 / 69 Sa., 26.10.1968

Bundesliga

1. FC Nürnberg - MSV Duisburg

1:1 (1:0)

1. FC NÜRNBERG:

Rynio;

Hansen, Popp;

Leupold, Wenauer, H. Müller;

Cebinac, Zaczyk, Beer, Küppers, Volkert

Trainer: Merkel

Wechsel: Strehl für Beer (46.), Nüssing für Strehl (75)

Tore: 1:0 Küppers (6.)

MSV DUISBURG:

Manglitz;

Bella, Pavlic;

Müller, Burghardt, Pirsig;

Riedl, Huttary, Budde, Kremer, Gecks

Trainer: Gebhardt

Wechsel: Lotz für Burghardt (57.)

Tore: 1:1 Pavlic (71.)

-

Schiedsrichter: Schulenburg (Hamburg)

Zuschauer: 10.000

Besondere Vorkommnisse: Keine

Spielbericht aus der FCN - Vereinszeitung Nummer 11 vom November 1968

Schwacher Club erreicht nur ein Unentschieden

Trotz eines verheißungsvollen Auftakts erlebte der nur spärlich erschienene Clubanhang eine weitere Enttäuschung. Einem gelungenen Start folgte nicht die erhoffte Leistungssteigerung, sondern ein beängstigender Leistungsabfall. Lediglich Wenauer, Zaczyk und Rynio präsentierten sich in Normalform. Damit aber besaß die Clubelf zu wenig Substanz, um über eine äußerst schwache Gesamtleistung hinauszukommen. Vor allem der Innensturm fiel mit Ausnahme des bereits erwähnten Zaczyk nahezu total aus. Auch die Außenstürmer, wobei der ängstliche Cebinac noch mannschaftsdienlicher wirkte als der eigensinnige und zu sehr nach innen drängende Volkert, waren kaum stärker. Damit jedoch war gegen die weitaus besser disponierten Duisburger nicht mehr als ein dürftiges 1:1 zu erben. Ein Ergebnis, das dem Club sogar noch schmeichelt, denn die Schützlinge von „Zapf" Gebhardt hatten wesentlich mehr Spielanteile und waren auch den Chancen nach dem Sieg näher.

Die „Zebras", die vor allem in Huttary und Gecks zwei großartige Könner besaßen, überraschten durch ein gutes Mannschaftsspiel, waren ständig in Bewegung und in punkto Freilaufen dem Club klar überlegen.

Doch zum Glück hatten auch sie keine treffsicheren Schützen und zudem griff ihr ansonst „Größter", das heißt jener Mann, der sich selbst als „Cassius" unter den deutschen Torhütern bezeichnet, in der 6. Spielminute daneben. Sein Fehler, nach einer Flanke von Cebinac, ermöglichte dem gut beginnenden Club durch Küppers das l :0.

Kurz darauf war Manglitz abermals nicht im Bild. Er verlor erneut das Leder, doch die Clubstürmer vermochten daraus kein weiteres Kapital zu schlagen.

Dann wurde der Club merklich schwächer, die „Zebras" kämen immer besser ins Spiel und hatten bis zur Pause dreimal die Möglichkeit, auszugleichen. Die wohl beste Chance der Gäste machte der reaktionsschnelle Rynio zunichte.

Nach Halbzeit erschien der Club mit Strehl für Beer. - Und wieder einmal wurde offenbar, daß der Clubkapitän weder als Sturmspitze noch mit dem ebenfalls bedächtig spielenden Küppers eingesetzt werden kann. Mit anderen Worten, Heinz Strehl tat zwar sein Möglichstes und dürfte schon aufgrund seines immer noch großen Wirkungsbereiches Küppers vorzuziehen sein, aber er stand von vornherein auf dem falschen Posten. Den immer selbstbewußter aufspielenden Duisburgern gelang in der 70. Minute, als Leupold den Ball vor die Füße des weit aufgerückten Pavlic lenkte, der verdiente Ausgleich. Bereits vorher war der verletzte Burghardt durch Lotz ersetzt worden und kurz nach dem Ausgleich wurde Strehl lädiert. Für ihn kam Nüssing aufs Spielfeld, doch der „Benjamin" des Clubs blieb ebenfalls erfolglos.

A. W.

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